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Alter Schwede (Baujahr: Ende 18. Jh.) Kachelöfen sind seit Jahrhunderten fester Bestandteil der europäischen Kulturgeschichte. An der Entwicklung der Feuerstätten kann auch die Geschichte menschlicher Zivilisation abgelesen werden: Mit dem Sesshaftwerden der Menschen folgten auf mobile, offene Feuerstellen festaufgebaute Öfen. Ton-Erde-Mischungen, die in vielen Gegenden Europas zu finden waren hatten sich als besonders feuertaugliches und gleichzeitig wärmespeicherndes Material herausgestellt. Frühe Öfen wurden deshalb entweder ganz aus Lehm oder aus Steinquadern mit Lehmmischungen als Fugen-Mörtel aufgebaut. Die Erfüllung zweier Grundbedürfnisse machte den Ofen zum Mittelpunkt des Familienlebens: Er war zentrale Wärmequelle aber auch der Ort, an dem die Nahrung zubereitet wurde. Erst im späten Mittelalter rückte für eine kleine, reiche Oberschicht auch seine äussere Gestaltung in den Mittelpunkt des Interesses. Voraussetzung dafür war die Entwicklung des rein handwerklich ausgebildeten Ofenbauers — auch Hafner genannt — zum kreativ arbeitenden Keramiker. Künstlerisch interessierte Hafner begannen kleinformatige, ebenfalls aus Tonerde bestehende Kacheln zu formen. Diese wurden glasiert und über einen Brennvorgang gehärtet. Zunächst fanden derartige Kacheln bei der Aussengestaltung des Ofens nur als einzelne Zierkacheln Verwendung. Archäologische Untersuchungen datieren übrigens die ersten Zierkacheln auf das 13. Jahrhundert. Mit zunehmender Perfektionierung der Herstellungstechnik ging man dann allmählich zur dekorativen Kachel-"Verkleidung" des ganzen Ofens über. Vollständig gekachelte Öfen sind für Anfang des 14. Jahrhunderts nachweisbar.
Vor der Zeit der Industrialisierung, also bis etwa Anfang des 19. Jahrhunderts, wurden die Öfen noch als Unikate in Handarbeit hergestellt. Die aus Beobachtung und Erfahrung entstandenen "Rezepturen" (z.B. Mischungsverhältnis von Tonerde und Mineralien, reproduzierbare Herstellungstechnik bestimmter Glasuren, Anleitungen zur Optimierung des komplizierten Brennvorgangs) wurden in den Hafnerfamilien als Geheimnis von Generation zu Generation weiter gegeben. Waren die Auftraggeber anfangs noch mit einfarbig ausgeführten Kacheln zufrieden, mussten die Hafner — um immer anspruchsvollere Gestaltungswünsche ihrer Kunden erfüllen zu können — zunehmend Dienste spezialisierter Maler, Bildhauer oder auch Architekten in Anspruch nehmen. Wachsendes Wissen um wärmedynamische Prinzipien ermöglichte gleichzeitig den Bau immer wärmeeffektiverer Öfen. Der Beginn der Industrialisierung zu Anfang des 19. Jahrhunderts läutete schließlich den Übergang von der teuren Unikatherstellung zur Massenproduktion ein. Der Kachelofen wurde damit auch für den Durchschnittsbürger erschwinglich. |
Restauration historischer Feuerstätten
| "Das Alter soll der Jugend Vorbild, die Jugend des Alters Stütze sein." Bei der Restauration alter und historischer Kachelöfen und Kamine sind uns keine Grenzen gesetzt. Wir restaurieren jegliche Feuerstätte ob Metall oder Keramik und setzen sie wieder für die neue Befeuerung instand. Wir haben bereits in einigen Herrenhäusern, Gutshäusern und Museen Feuerstätten neu aufgebaut. Auf unsere langjährigen Erfahrungen können Sie sich verlassen. |
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